Abschaltung von Google+ – Ändert sich was an der Datenschutzerklärung?

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Veröffentlicht am 15. Februar 2019

Nach einem Datenleck hat Google bereits im Dezember 2018 angekündigt, seine Social Media Plattform Google+ zum 2. April 2019 abzuschalten. Mit dieser Ankündigung gibt Google nun offiziell bekannt, mit dem Unternehmen Facebook im Bereich Social-Media nicht konkurrieren zu wollen.

Google+ für Unternehmen bleibt wohl online

Google+ wird jedoch weiterhin für den kommerziellen Datenverkehr verfügbar sein. Das bedeutet, dass die Social Media Plattform wohl nur für Privatnutzer abschalten wird. Des Weitern werden alle privaten Inhalte von der Plattform entfernt. Nutzer haben jedoch die Möglichkeit, ihre geteilten Inhalte herunterzuladen bevor diese endgültig von Google entfernt werden.

Datenleck auf der Social-Media Plattform

Aufgrund eines Datenlecks, das App-Entwicklern erlaubte die Nutzerdaten von über 500.000 Google+ Nutzern abzugreifen, drohten dem Unternehmen Google rechtliche Konsequenzen und es entschied sich dazu das Datenleck zwar zu beheben, Nutzer und Behörden wurden jedoch nicht über einen solchen Fauxpas informiert. Laut Google soll es jedoch nie zu einem illegalen Abgreifen von Daten gekommen sein, was bei einem 3-jährigen Bestehen des Datenlecks jedoch schwer fällt zu glauben.

Nutzerzahlen von Google+ gering

Ein weiterer Grund für das Abschalten von Google + sind die geringen Nutzerzahlen. Demnach sollen laut Google selbst 90% aller Nutzer-Interaktionen nicht länger als 5 Sekunden gedauert haben. Außerdem entstand der Eindruck, dass Google kein besonderes Interesse daran hatte ein eigenes soziales Netzwerk aufzubauen sondern nur eine Plattform bauen wollte, mit der sie Facebook abwerten konnten.

Datenschutzerklärungen anpassen vorerst (noch) nicht erforderlich

Viele Unternehmen binden auf ihren Webseiten Plugins von Youtube, Facebook, Apple, Google etc. ein. Diese sind zum Beispiel zum Abspielen von Videos oder zum Auswerten von Nutzerdaten verantwortlich. Nutzer solcher Plugins sind gesetzlich dazu verpflichtet, in ihrer Datenschutzerklärung über die eingebunden Plugins zu informieren. Da Google+ nun abgeschaltet wird, wären Webseitenbetreiber aus Transparenzgründen dazu verpflichtet, Google+ Dienste aus ihrer Datenschutzerklärung zu entfernen. Da Google+ für Unternehmen jedoch weiter bestehen bleibt, werden wir vorerst keine Klauseln aus den Datenschutzerklärungen entfernen.

Kunden die bereits ein Update-Paket bei uns gebucht haben, bekommen sofort eine DSGVO-konforme Datenschutzerklärung zugeschickt, falls dies erforderlich wird. Dies ist insbesondere der Fall, wenn auch Google+ für Unternehmen abgeschaltet werden sollte. Für alle Kunden ohne Update-Paket besteht die Möglichkeit, auf ein Updatepaket umzusteigen. So erhalten sie auch in Zukunft nach jeder DSGVO-relevanten Änderung die für Sie angepassten Rechtstexte.

Fazit

Mit der Abschaltung von Google+ wird eine ohnehin relativ unbekannte Social Media Plattform abgeschaltet, auf der es bis vor kurzem möglich war Nutzerdaten abzugreifen.

Melden Sie sich gerne, falls Sie Ihre Social-Media Profile rechtlich absichern wollen. Wir haben mit unseren Social-Media Checks die passende Lösung, nicht nur für Facebook, Twitter, Youtube und Instagram. Wir liefern für die jeweilige Plattform ein Impressum, eine DSGVO-konforme Datenschutzerklärung sowie eine anwaltliche Prüfung des Profils.


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Johnny Chocholaty LL.B.
Johnny Chocholaty LL.B. ist Wirtschaftsjurist und Geschäftsführender Gesellschafter bei der Website-Check GmbH. Außerdem ist er vom TÜV-Rheinland zertifizierter interner und externer Datenschutzbeauftragter. Johnny Chocholaty ist verantwortlich für die Betreuung von mehr als 3.000 Website-Check Kunden im In - und Ausland.
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