Google reagiert auf Milliardenbußgelder mit kurzer Abfrage beim Öffnen des Google Play Stores

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Veröffentlicht am 3. Juli 2019

Der US-Riese Google wurde in letzter Zeit verstärkt von den EU-Kartellwächtern beobachtet, da dem Internetgiganten vorgeworfen wird, seine eigenen Dienste bei Suchanfragen mit Priorität zu listen und die Produkte der Konkurrenz gleichzeitig abzuwerten. Nun hat Google mit einer kurzen Abfrage darauf reagiert.

Auf vielen Android-Geräten ist der hauseigene Browser von Google, Google Chrome, sowie deren Suchmaschine, die Google-Suche voreingerichtet, wodurch die Produkte der Konkurrenz in den Hintergrund rücken. Das Unternehmen steht schon länger im Fokus der EU-Kommission jedoch wurden zunächst erst Beweise im Hintergrund gesammelt.

Vorgehen der Ermittler

Die Behörden haben sich bei den Konkurrenzunternehmen von Google umgehört, in welchem Ausmaß sie von der verdrängenden Marketingstrategie von Google betroffen sind. Zudem ließen sich die Behörden Fragebögen zu den Schäden ausfüllen, die den Firmen durch Google entstehen bzw. entstanden sind. So soll herausgefunden werden, was Google genau unternimmt um seine eigenen Dienste unfairerweise besser darzustellen.

Wie ändert Google seine Geschäftspraktiken nach den enormen Bußgeldern?

Aufgrund der bisherigen Bußgelder in Höhe von 8,23 Milliarden Euro (Bußgelder wegen Missbrauch der  eigenen Marktmacht) und der drohenden Strafen von bis zu fünf Prozent des täglichen weltweiten Umsatzes, hat Google beim Öffnen des Google Play Stores eine einmalige Abfrage eingerichtet, die den Nutzer fragt, welcher Browser als Standartbrowser festgelegt werden soll. Zusätzlich wird der Endnutzer gefragt, welche Suchmaschine als Standard festgelegt werden soll. Google selbst begründete seine Änderungen damit, dass man dem Kunden die besten und schnellsten Antworten bieten möchte. Ob diese von eigenen Diensten geliefert wird oder von denen der Konkurrenz sei dabei egal.

Fazit

In der Vergangenheit wurde der Großkonzern öfter mit Bußgeldern verschiedenster Behörden belegt. Meistens handelte es sich dabei um Datenschutz- oder Kartellverstöße. Die Taktiken die Google bei seinem Handy-Betriebssystem Android anwendet, raubt der Konkurrenz die Chance selbstständig wettbewerbsfähig zu bleiben. Aus diesem Grund wurde die bisher höchste Kartellstrafe von 4,43 Milliarden Euro verhängt.


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Niklas Hanser
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